Geschäftsmodel Beteiligung

Habt Ihr einige Euros zuviel und wisst nicht, wie Ihr sie gewinnbringend einsetzen könnt? Dann hätte ich eine Idee für Euch. Investiert doch einfach in ein Altenheim oder ein Appartement in einem Seniorenheim.

Die Rendite von 5-6% p.a. ist sicher. Denn, die Pflegekassen zahlen, womit wir beim Thema sind.

Jeder von uns Berufstätigen zahlt in die Pflegeversicherung ein und unterstützt diese Geschäftsmodelle. Auch wir Pflegekräfte. Und um den größtmöglichen Profit aus dem eingesetzten Kapital zu erzielen, nehmen die Investoren wie auch die Beitragszahler den erhöhten Arbeitsdruck des Pflegepersonals in Kauf.

Im Folgenden möchte ich einen wertneutralen groben und kurzen Einblick in die Geschäftsmodelle „Pflege“ geben, der sich primär auf die „Häuser“ bezieht. Auf keinen Fall soll die folgende Auflistung einen Anspruch auf Vollständigkeit enthalten.

Mein Till: Einfach mal den Links folgen und sich dann ein Bild machen – das ist mein Vorschlag an Sie. 

Investitionen in Immobilien

Zum einen gibt es die Kapitalanlage in Pflegeimmobilien. 6% Zinsen p.a. werden zugesichert, auf 20 Jahre garantiert. Dies bedeutet, dass die Ansprüche gegenüber den Pflegekassen hier bis zum Maximum ausgeschöpft werden, mit Unterstützung einiger Organisationen, wie in dem Text zu lesen ist.

Hierbei handelt es sich in erster Linie um „betreutes Wohnen“ bzw. um seniorengerechte Wohnungen. Eine Versorgung wie im stationären Bereich ist nicht dabei. Die Mieter haben „Wahlfreiheit“, wenn es um die eventuell erforderliche ambulante Versorgung, Begleitung und Haushaltsführung geht, die sie separat dazu buchen müssen. Eine Pflegedienstleitung, wie im stationären Bereich, gibt es nicht. Weshalb auch viele dieser Wohnformen nicht als „Heime“ geführt werden (dürfen).

Investitionen in Altenheime

Alternativ betreiben Investoren  sog. „geschlossene Fonds“ für Seniorenheime. Ziel ist es, so Geld für ein Projekt zu sammeln, um dann später die größtmögliche Dividende zu erzielen.  Der Gewinn lässt sich aber nur dann garantieren, wenn u.a. bei der Versorgung der Bewohner (Essensgeld pro Tag) und beim Personal gespart wird. Dies ist die lukrativste Geschäftsmethode für große Altenheimbetreiber.  Und es gibt sogar Literatur aus dem Jahr 1999, die einem dabei hilft, ein „schlankes“ Geschäftsmodell „Altenpflege“ zu betreiben. Ob aber das Modell heute noch den Erfolg in der Testeinrichtung hält, wie er für 1999 erzielt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.

Ihre Gewinne sind unsere (gesundheitlichen) Kosten

Wie groß die Gewinne für die Betreiber von Altenheimen sind, lässt sich u.a. auf den Seiten des Bundesanzeigers überprüfen. Dazu muss man nur den richtigen Namen des Betreibers kennen und nach einer kurzen Captcha-Überprüfung werden die GuVs und die Bilanzberichte der unter dem Namen gefundenen Unternehmen aufgelistet.

Nachteil ist, dass dort keine aktuellen Berichte online zu finden sind. Die Berichte sind zwei Jahre alt und älter. Aber dennoch äußerst interessant und aufschlussreich.

Wie lukrativ das Geschäft mit der Altenpflege ist, belegen auch die Zahlen der Pflegeversicherung (PDF) und des GKV-Spitzenverbandes (PDF).

So, für heute mache ich mit meinem Ausflug in die Welt der Altenheim-Wirtschaft Schluss. Wenn jemand von Euch was dazu sagen möchte, ergänzende Informationen hat oder aber mich korrigieren möchte, kann er oder sie es gerne hier unten im Kommentarfeld tun oder aber mich auf Twitter kontaktieren.

In diesem Sinne

Eure

Frau Sofa

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: