Das vermaledeite Thema „DIENSTPLAN“

Alle Sommerferien wieder trifft es die Pflegeeinrichtungen hart. Sehr hart.  Wie auch zu den Pfingstferien, Ostern, Weihnachten, Sylvester und den Herbstferien. Denn dann ist die Panik bei den „Erstellern“ der Dienstpläne groß. Auf einmal wird ihnen klar, dass die Dienstpläne gar nicht so richtig abgedeckt werden können.

Dienstplan

„Oh mein Gott – Wir haben zu wenig Personal, die Dienste abzudecken!“ schreit es durch die Flure der Pflegeeinrichtungen. Und immer wieder, ähnlich wie das täglich grüßende Murmeltier, ist die Überraschung groß, dass die wenigen Mütter doch tatsächlich URLAUB nehmen wollen, wenn ihre Kinder FERIEN haben.

Wir können auf den Mond fliegen, können auf dem Mars einen Roboter absetzen, können künstliche Herzen einsetzen, an Föten operieren, Gehirnscans durchführen usw pp. Was wir aber offensichtlich gar nicht können, sind verlässliche und langfristig im Voraus geplante Dienstpläne in der Pflege erstellen, die alle Belange der Pflegekräfte berücksichtigen. Nämlich, ihre Freizeitaktivitäten langfristig im Voraus planen zu können.

In diesem Punkt scheint die Organisation in der Pflege noch auf dem Stand der Neandertaler stehen geblieben zu sein.

Wenn ich das so falsch sehe, dann widersprich mir. Sei es hier als Kommentar oder drüben, auf Twitter.

In diesem Sinne

Eure

Frau Sofa

 

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2 Kommentare

  1. Ich widerspreche nicht, sondern stimme zu…. Gehöre allerdings zu den DP-Erstellern und habe jedes Jahr das Problem aufs Neue, das ich kaum noch Urlaubszeiten abdecken kann. Selbst wenn wir im Vorfeld Zeitarbeit (sehr zum Unwillen der GF) einkaufen, die entweder enorm teuer sind oder auch nicht zur Verfügung stehen, macht ein einziger Ausfall alles zunichte. Wenn dann auch noch eine Schwangerschaft oder Kündigung mehr als schon einkalkuliert kommt, geht gar nichts mehr…. Also was tun? Ja, die Ferien sind schon lange bekannt, aber soll ich die „Sicherheitsoption“ wählen und sämtliche Eventualitäten berücksichtigen, dann muss ich der Hälfte der Mitarbeiterwünsche eine Absage erteilen. Oder gehe ich auf Risiko: hoffe, daß keiner kündigt oder schwanger wird, kein Noro ausbricht und die Belegung sinkt…. Dann muss ich zumindest nur ein Viertel der Kollegen bitten, ihre Urlaubspläne anzupassen.
    Wie auch immer, die Lösung ist immer unbefriedigend…..

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    • Mareen, erstmal DANKE!! für deine Ehrlichkeit.

      Der alleinige Grund,weshalb du nicht ausreichend und genügend planen kannst, liegt am Personalschlüssel. Dieser ist so eng gestrickt, dass er zusammenbricht, wenn Urlaub und Krankheit/ Schwangerschaft hinzu kommen.
      Was mich aber immer wieder auf das Neue erstaunt ist die Tatsache, dass gerade zu den Haupturlaubszeiten (Sommer) kein Puffer im Voraus eingeplant wird, um eventuelle Ausfälle in weiser Voraussicht abzudecken.

      Der Sommer, wenn er richtig „knallt“ (wie im diesen Jahr), bedeutet schon eine enorme Belastung für die Pflegekräfte. Denn sie müssen noch mehr als sonst auf ausreichend Flüssigkeit und Bewegung der ihnen Anvertrauten achten. Und das in einer Hitze in den Räumen, die massiv auf den Kreislauf geht. Und du weißt, dass wir häufig vergessen, selbst auf unsere Flüssigkeitseinfuhr zu achten.

      Aber mal ganz unabhängig von Urlaubszeiten: Warum ist es nicht möglich, Dienstpläne nach dem Rollsystem zu gestalten? Also feste Teams, die gut miteinander arbeiten, auch als Team im Plan zu berücksichtigen?

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